Gestaltung und Optimierung von Inhibitoren

METAKORIN-Kompakt-Versuchsanlage
An der Georg-August-Universität zu Göttingen ist von 1994 bis 1999 seinerzeit ein von unserem Hause gefördertes Forschungsprogramm: "Kieselsäure als Korrosionsinhibitor" durchgeführt und mit großem Erfolg beendet worden. Zuvor wurde im Rahmen einer Dissertation (Göttingen 1993) die "Depolymerisation von hochpolymerer Kieselsäure in wässriger Lösung", die für das Verständnis der Inhibitionsabläufe mittels Silikaten von größter Wichtigkeit ist, grundlegend untersucht.
Für die in Anlage 2 Teil II der novellierten Trinkwasserverordnung 2001 aufgeführten, unter hygienisch-toxikologischen Gesichtspunkten besonders kritisch zu beurteilenden Metalle Blei (Pb), Kupfer (Cu) und Nickel (Ni) sind Untersuchungen im Rahmen der Überwachung nach § 19 Abs. 7 der Trinkwasserverordnung erforderlich.
Das u.a. vom DVGW-Technologiezentrum Wasser, Karlsruhe, konzipierte und inzwischen vielfach im Einsatz vor Ort befindliche Untersuchungs- und Bewertungsverfahren nach
- DIN 50931-1 , Ausgabe November 1999
1999 Korrosionsversuche mit Trinkwässern
Teil 1: Prüfung der Veränderung der Trinkwasserbeschaffenheit
- DIN 50930-6 , Ausgabe August 2001
Korrosion metallischer Werkstoffe ... durch Wässer
Teil 6: Beeinflussung der Trinkwasserbeschaffenheit
ist uneingeschränkt geeignet, den so genannten Wochenmittelwert M(T) für Blei, Kupfer und Nickel exakt zu bestimmen und im Sinne der Materialauswahl verbindlich zu zertifizieren.

TZW-Versuchsanlage nach DIN 50931-1 zur
Ermittlung der Kupfer-, Blei- und Nickel-Wochenmittelwerte M(T)
Über die korrosions-chemische Wirkung von Phosphaten sowie phosphathaltigen und phosphatfreien carbonataktivierten Silikaten nach dem METAKORIN-Verfahren liegen Funktionsgutachten vor, die von den Instituten:
im Auftrag der verschiedensten Wasser-versorgungsunternehmen gefertigt worden sind (Siehe hierzu unseren "Auszug wissenschaftlicher Untersuchungen vor Ort", der von Zeit zu Zeit mit den in Arbeit oder Vorbereitung befindlichen Gutachten ergänzt wird). Niemals zuvor ist das Wirkungsspektrum von Inhibitoren für den zentralen Einsatz in der öffentlichen Trinkwasserversorgung so eingehend unter wissenschaftlichen Bedingungen getestet und definiert worden! Ergänzend zu den obigen Gutachten über die Funktion von Inhibitoren auf Phosphat-, Phosphat-Silikat- und Silikat-Basis verweisen wir auf die Fülle der unter dem Stichwort Literatur zusammengestellten Fachaufsätze und die vorliegenden Sonderdrucke, vornehmlich aus den Zeitschriften gwf-Wasser/Abwasser und Neue DELIWA-Zeitschrift / ENERGIE-WASSER-PRAXIS |
Untersuchungen von Korrosionen und Deckschichten als Grundlage der Produktentwicklung und -optimierung
Auflichtmikroskopische Photos zur Deckschicht-Beurteilung
Verschiedene Eisenphasen, die nebeneinander vorliegen. Magnetit (weiß) mit Zornabau, Lepidokrokit (gekennzeichnet durch hohe Anisotrophieeffekte), Goethit (nadelige Kristallausbildung), Siderit (gelb-braun) und ein Gemisch verschiedener Eisenhydroxide (je nach Zusammensetzung hellgrau bis dunkelgrau).